Der längste Sommer Tirols.
obsteig | mieming | wildermieming | telfs | silz | mötz | stams | rietz | pfaffenhofen | oberhofen | flaurling | pettnau | polling | hatting | inzing

Wanderbar schöne Aussichten

Wanderbar schöne Aussichten

Wanderbar schöne Aussichten

Wanderbar schöne Aussichten

Wanderbar schöne Aussichten

Wohin zieht es die Wadeln heute? Hinauf auf einen Berggipfel der Mieminger Kette oder gar auf einen Klettersteig? Zu einem genüsslichen Spaziergang unter Lärchen, zu einem gemütlichen Ausflugsgasthaus oder auf eine romantische Alm mit Kuhglockengebimmel?

„Eine Wanderwoche am Mieminger Plateau ist tatsächlich reines Wandervergnügen, denn man braucht kein Auto, um jeden Tag vom Startpunkt der Unterkunft aus neue Ziele und Naturschönheiten zu entdecken“, sagt Franz Stierschneider, Obmann des Ortsausschusses Mieminger Plateau und engagierter Wanderführer, der Besucher nun schon seit mehr als 15 Jahren zu den schönsten Plätzen der Umgebung führt. Das Wegenetz sei so groß wie kaum in einer anderen Tiroler Region, denn das Sonnenplateau Mieming & Tirol Mitte, so Stierschneider, reiche bis hinein ins bei Wanderern so beliebte Gaistal. So gehört z. B. auch die Tillfußalm zu Wildermieming, die Seebenalm zu Untermieming.

Was ihr wollt
Je nach Vorliebe und Kondition kann man zwischen kurzen, leichten Wanderungen und fordernden Tagestouren wählen. Auch Themenwege bieten sich an, wie z. B. der „Weg der Sinne“, der drei Wallfahrtskirchen auf himmlischem Pfad miteinander verbindet: St. Antonius in Rietz, St. Johannes in Stams und Maria Locherboden in Mötz. Der „Besinnungsweg“ wiederum führt von Mötz über Mieming nach Telfs und zeigt zwölf Werke junger Künstler, die sich mit tiefgreifenden Lebensfragen auseinandersetzen. Wenn Winter ist und viel Schnee liegt, bietet sich eine ausgedehnte Schneeschuhwanderung abseits der Forstwege an. Oder eine geführte Wanderung mit Wild- und Vogelbeobachtung.

Wege in die Vertikale
Wer Trittsicherheit und mittlere Kondition mitbringt, darf sich auf den Wank-Klettersteig wagen, der zu einem der schönsten Aussichtsplätze der Region führt. Vom Stöttltörl steigt man hinauf zur Wankspitze auf 2.209 Meter, wo einem ein grandioses Panorama zu Füßen liegt. Der Blick reicht bei klarem Wetter ins Inntal und Gurgltal, in die Lechtaler-, Stubaier- und Ötztaler Alpen und ins Karwendel.
Gegen einen Unkostenbeitrag erhält man im Infobüro Obsteig die dazu nötige Ausrüstung wie Helm und Klettersteigset und kann sich auch ohne Kletterkenntnisse einmal wöchentlich in Begleitung von Bergführer Rudi auf den aussichtsreichen Steig wagen, der auf 2.000 Meter beginnt. Mit dem für die Klettersteigtour organisierten Buszubringer gelangt man bis zum Lehnberghaus (1.554m), sodass der Weg zum Einstieg nicht allzuviel Kraft und Kondition in Anspruch nimmt. Vom Einstieg aus genießt man vom ersten Schritt an eine imposante hochalpine Bergkulisse.

Blick in die Weite
Es bedarf aber nicht unbedingt einer Kletterausrüstung, um eine grandiose Aussicht genießen zu können. Zu den vielen attraktiven Ausflugszielen in der Region gibt es nun seit kurzem auch eigene Aussichtsplattformen, die genau dort zum Verweilen einladen, wo der Blick am weitesten reicht. Der „Inntalblick“ auf dem Zwischensimmering, „Simmering am Horn“ und „Lacke“ oberhalb des Lehnberghauses kommen für eine ausgedehnte Rast gerade recht. Wer dann noch ein gute Jause und ein Getränk in den Rucksack gepackt hat, hält es bei angenehmer Wetterlage hier lange aus.

Die Lärchen „brennen“!
Die Lärchenwiesen von Obsteig sind ein unbedingt schützenswertes Natur- und Kulturgut. Aus diesem Grund hat der Obsteiger Biobauer Toni Riser 2012 den „Larchsteig“ initiiert, der u.a. auch durch seine Wiesen führt. Auf leichtem, nahezu ebenem Weg spaziert man genüsslich entlang an prächtigen Lärchenwäldern. „Läufer brauchen dafür 15 Minuten“, sagt Toni, „interessierte Genusswanderer zwei Stunden und jene Spaziergänger, die alle Tafeln bei den verschiedenen Stationen ganz besonders genau studieren, brauchen einen halben Tag.“
Zum Studieren gibt es viel, denn auf dem Weg sieht man u.a. Steinfindlinge aus der Eiszeit und einen rätselhaften „Kreisstein“ . Die Schautafeln bieten Informationen über die Lärchen sowie heimische Tierarten, die Dorfentwicklung, historische Ereignisse und über die letzte Eiszeit, die das Gebiet wesentlich mitgeformt hat. Auch ein Feldstadel präsentiert in romantischer Umgebung viel Wissenswertes über die Umgebung. Vor allem aber sind die Lärchen selbst bestaunenswert – im Sommer mit idyllischen Licht- und Schattenspielen und im Herbst, wenn sie sich golden färben. „Die Lärchen brennen“, sagen die Einheimischen dann. In der Nachmittagssonne ist der Larchsteig besonders schön, weil man auf vielen aussichtsreichen Sitzplätzen verweilen kann: auf Bänken und bequemen Sonnenschaukel-Liegen, ja sogar ein Alpin-Strandkorb steht zum Rasten zur Verfügung. Start ist im Zentrum von Obsteig, Nähe Kirche, direkt vor dem Familien Landhotel Stern. Gleich bei der Postbushaltestelle befindet sich die erste große Hinweistafel. Von diesem Rundwanderweg kommt man nicht nur erholt wieder zurück – sondern auch mit neuem Wissen, viel Sonne im Herzen und vielleicht ein paar Lärchennadeln im Haar.

 

zurück...