Der längste Sommer Tirols.
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Schönes Spiel am Sonnenplateau!

Schönes Spiel am Sonnenplateau!

Schönes Spiel am Sonnenplateau!

Schönes Spiel am Sonnenplateau!

Es ist ein traumhafter Sommertag. Wir stehen am Starterhaus des erst 2008 eröffneten Championcourse im Golfpark Mieminger Plateau. „Manchmal sieht man sogar ein Reh!“ Armin Kogler, einst Österreichs Aushängeschild im Skispringen und seit 15 Jahren Präsident des hiesigen Golfclubs, schwärmt vom naturnahen Platz, der sowohl mit stolzen Fakten – 18 Löcher, Par 72, 6.550 Meter – als auch mit einer einzigartigen alpinen Kulisse aufwarten kann. Die Spielbahnen schlängeln sich durch einen Föhrenwald, was den Spielern auch an Tagen mit hoher Auslastung das Gefühl gibt, fast alleine am Platz unterwegs zu sein. „Das ist wie fünf Stunden Therapie“, lacht unser golfbegeisterter Guide, dessen Club über 800 Mitglieder zählt. An Spitzentagen ziehen hier immerhin weit über 200 Spieler ihre Trolleys übers Fairway: „Der Golfplatz ist ja von Anfang März bis Ende November bespielbar und state of the art. Nicht nur wegen der wunderschönen Lage, sondern auch wegen der sportlichen Herausforderung.“ Der überehrgeizige Golfer, der sich nicht an die Empfehlung der Abschlagboxen hält, darf sich nämlich nicht wundern, wenn die eine oder andere Spielbahn ihre Zähne zeigt! Speziell die 13., 14., 15., und 16. haben es in sich.

Vom Hasen zum Handicap
Starter Martin gibt jetzt die Bahn frei. Die nächsten Golfer schlagen ab und ziehen ihren Bällen hinterher. Der Championcourse ist natürlich die Spielwiese der Könner, aber nicht nur für diese ist der Golfpark Mieming ein wahres Paradies. „Anfänger finden hier ideale Voraussetzungen vor: tolle Golflehrer und ein wunderschönes Übungsgelände “, schwärmt Berufspilot Armin Kogler von der Infrastruktur. Wer sich für den richtigen Umgang mit Schläger, Ball und Loch interessiert, ist in der Golfschule Mieming bestens aufgehoben. Allen Tiger Woods-„Jüngern“ wird ein kostenloser Schnuppertag geboten, bei dem sie Schläger und Bälle erhalten und erste Theorieeinheiten auf der Driving Range in die Praxis umsetzen können. In einem fünf- bis zehntägigen Platzreifekurs erwerben sie dann die Platzerlaubnis, mit der man alleine auf dem 9-Loch-Kurs spielen darf. Und wenn man einen gewissen Score erspielt und dabei eine akzeptable Spielgeschwindigkeit einhält, wird man schlussendlich mit der Turniererlaubnis belohnt. Aus dem „Rabbit“, in der Golfsprache ein Anfänger, der wie ein Hase im Zickzackkurs über die Spielbahnen vorrückt, machen die ausgebildeten Golflehrer in Mieming im Abschlagtempo einen passionierten Handicap-Verbesserer. Und lernen kann es jeder. Golf ist nicht mehr ein Sport für Reiche, sondern findet in allen Berufsschichten und vom Jugendlichen bis zum Rentner großen Anklang.

Spirit of the Game
Elitäres Denken und falscher Ehrgeiz sind am Golfplatz also verpönt. Für Armin Kogler, ehemaliger Weltmeister im Skifliegen und auf der Normalschanze, liegt die Faszination des Golfspiels in der Herausforderung des eigenen Könnens und gleichzeitig im Gemeinschaftserlebnis: „Ich spiele nur gegen mich selbst, kann aber mit jedem Menschen gemeinsam golfen.“ Besonderen Wert legt der 52-jährige Wahl-Mieminger dabei auf die Einhaltung eines bestimmten Ehrenkodex. Am Golfplatz zeige sich der wahre Charakter eines Menschen, erzählt er. Ein guter Golfer sei ehrlich zu sich selbst und zu seinem Flight (Wir „Greenhorns“ vom ferienhoch.at fragen nach: Das sind bis zu vier Personen, die miteinander am Parcours spielen). Wenn der Ball also wieder einmal im Wald verschwindet, helfen keine Tricks. Bei Armin Kogler scheint Ballverlust ohnehin kein großes Thema zu sein: „Ich finde immer mehr Bälle, als ich verschieße, und habe am Ende übervolle Hosentaschen“, lacht der Handicap-10-Spieler. Bei unserem Rundgang weist er immer wieder auf den gepflegten Zustand des Platzes hin. So ein perfekter Golfrasen wächst natürlich nicht von selbst. Instandhaltung und Pflege der gesamten Anlage sind eine sensible und arbeitsintensive Angelegenheit, wie Head- Greenkeeper Michael bestätigt. Er sticht gerade auf Bahn Nummer 16 ein neues Loch aus, und der Clubpräsident hilft beim Fähnchenumstecken. Ob hier wohl jemandem ein Hole-In-One gelingt?

Am Weg zur Golfdestination
Zahlreiche Betriebe am Mieminger Plateau bieten Packages für einen spannenden Golf-Urlaub an. Besonders beliebt ist das Traditionshotel Schwarz direkt gegenüber des Übungsgeländes. Hier ist es Usus, dass alle Angestellten vom Kellner bis hin zum Koch zumindest die Platzreife erwerben. So steht dem Fachsimpeln mit den Gästen nichts mehr im Wege. Hotelier und Gastronom Franz-Josef Pirktl hat den Boom der kleinen Bälle am Sonnenplateau mit initiiert und betreibt auch das gemütliche Clubhaus Greenvieh – das „19. Loch“ des Championcourse sozusagen. Auch die urige Stöttlalm am obersten Rand des Golfplatzes ist bei Spielern, Zaungästen und Spaziergängern ein ebenso beliebtes wie idyllisches Einkehrziel. Wir bleiben hier ein Weilchen sitzen und genießen das Panorama. „Golfen am Mieminger Plateau ist einfach ein Traum“, sagt Armin Kogler noch, bevor er uns mit dem Elektrocart flott wie ein Pilot zurück zum Starterhaus bringt, um selbst mit seinem Flight eine sportliche Golfrunde zu drehen. Schönes Spiel!

 

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