Der längste Sommer Tirols.
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Gästebett mit Privatsphäre

Gästebett mit Privatsphäre

Gästebett mit Privatsphäre

Gästebett mit Privatsphäre

Die ursprünglich als Sommerfrische bekannte Tradition der Gästeunterkunft in Privathäusern reicht weit über 100 Jahre zurück und hat den Tourismus erst begründet. Die Privatvermietung gehört somit zu den geschichtsträchtigsten Tourismusfaktoren im Alpenraum. Thomas Schanzer, selbst seit 1989 Vermieter zweier Ferienwohnungen in Telfs, ist Obmann sowohl des Landes- als auch des Bundesverbandes der Privatvermieter. Er weiß ganz genau, worauf es den Gästen ankommt und was sie in ihren Urlaubsquartieren erwarten: „Privatvermietung kämpft vielfach noch mit einem falschen Bild. Zum Beispiel, dass Privatvermieter durchwegs ältere Damen wären, die zwei Zimmer mit Fließwasser an Gäste abgeben. Nicht zeitgemäß, keine Fremdsprachen, veraltete Unterkünfte, Senioren für Senioren – allesamt Vorurteile, die längst keine Gültigkeit mehr haben“.

Privat mit Privatsphäre
Statistiken bestätigen die „Imagekorrektur“, die Thomas Schanzer kraft seiner Ämter mit Nachdruck betreibt. Der Trend geht nämlich eindeutig vom Kollektivurlaub zum Individualtourismus. Der typische Ferienwohnungs- Gast ist zwischen 30 und Mitte 50, verdient gut, ist kinderlos oder hat die Kinder bereits außer Haus. Er ist flexibel und individualistisch, schätzt die Geräumigkeit einer Ferienwohnung und den Familienanschluss mit Privatsphäre. Vom Vermieter wünscht sich der Gast ehrliche Auskünfte und seinen Vorlieben angepasste Informationen zu Ausflügen, Restaurants und Aktivitäten. Durch die Nähe zu den Gastgebern bekommt man außerdem die Tiroler Lebensart, Brauchtum und Traditionen im Jahreszyklus besser mit.

Gäste schätzen Komfort
Dass viele Gäste nicht ins Hotel gehen, bedeutet aber nicht, dass sie auf Komfort verzichten mögen. Viele wollen im Urlaub einfach unabhängig sein und die Möglichkeit des Rückzuges in eine eigene Wohnung genießen. Und diese soll bestmöglich ausgestattet sein. So muss auch Thomas Schanzer laufend in seine zwei Appartements investieren: „Früher reichten ein Telefonanschluss und ein Farbfernseher, heute sind Flachbildschirm, Geschirrspüler und ein Internet- Anschluss fast schon Standard, damit der Gast im Urlaub nichts vermisst“, sagt der Vollblut-Touristiker. Ein Pool, Terrassen und eine Liegewiese machen den Aufenthalt „nicht zu Hause und doch daheim“ zusätzlich angenehm.
Die Zukunft ins Hier und Jetzt geholt hat auch Elisabeth Haslwanter, die in Mieming Herrin über neun Ferienwohnungen ist. Sie hat in den letzten Jahren ihr gesamtes Haus neu aufgebaut und sowohl die Ausstattung als auch das Erscheinungsbild der Wohnungen modernsten Standards angepasst. Die Miemingerin vermietet bereits in zweiter Generation: „Seit 41 Jahren genau genommen, schon als Jugendliche habe ich im Betrieb meiner Mutter geholfen.“ Eine Arbeit, die ihr seitdem Spaß macht – sogar neben ihrem Hauptberuf als Unternehmerin in der Gastronomie: „Nun freue ich mich auf meinen Ruhestand, wenn ich mich nur mehr um meine Ferienwohnungen und meine Gäste kümmern kann.“ Ein großer idyllischer Garten, ein Schwimmteich, Terrassen, ein Frühstücksbereich, eine gemütliche Lobby und eine Rezeption, geräumige Zimmer, Ferienwohnungen und Appartements mit geschmackvoller Einrichtung in harmonischen Farben und Materialien – das schöne, neue Wohnen bei „Privat“ findet fast schon auf dem Niveau eines guten Hotels statt.

Wichtige Säule der (Tourismus-)Wirtschaft
Von den insgesamt 40 Millionen Jahresnächtigungen in Tirol entfällt fast ein Viertel auf die Privatquartiere. Und der Boom zum Appartement hält an. Die Privatzimmer und Ferienwohnungen sind eine Säule des Tourismus und ein beträchtlicher Wirtschaftsfaktor für heimische Betriebe, wie Restaurants und Nahversorger, Sport- und Freizeiteinrichtungen u.v.m. Außerdem bieten Privat-Quartiere wichtige (Heim-)Arbeitsplätze für Frauen. Das bestätigt Birgit Lederle, seit zwei Jahren Vermieterin in Mieming und frischgebackene Bezirksobfrau der Privatvermieter: „Ich wollte immer Kinder haben. Dank unserer zwei Ferienwohnungen kann ich daheim arbeiten und muss meine beiden Jungs im Alter von 5 bzw. 3 Jahren nicht jeden Tag in eine Betreuungseinrichtung geben.“ Birgit Lederle kümmert sich um die Wohnungen, erledigt alle Anfragen und verbringt auf Wunsch gerne mit ihren Gästen die Freizeit. Familienanschluss leicht gemacht!

Die Zukunft beginnt jetzt
An Visionen und Zukunftsanforderungen mangelt es nicht: Thomas Schanzer wünscht sich noch mehr freiwillige Klassifizierungen der Vermieter, noch mehr Mitglieder im Verband, insgesamt noch mehr Qualität und eine Verbesserung der Online-Präsenz. Für die österreichweit 70.000 Privatvermieter möchte der engagierte Obmann einheitliche Qualitätskriterien und ein Zusammengehörigkeitsgefühl schaffen, das der touristischen Bedeutung der Sommerfrische im 21. Jahrhundert entspricht.

 

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