Sinn finden mit allen Sinnen

Sinn finden mit allen Sinnen

Sinn finden mit allen Sinnen

Sinn finden mit allen Sinnen

Die Ferienregion tirolmitte ist durchzogen von einem sehr sinn-vollen Wegenetz. Themen- und Besinnungswege führen durch eine wunderbare Natur zu durchaus beabsichtigten Grenzüberschreitungen - sowohl äußeren, also über Gemeindegrenzen hinweg, als auch inneren. Hier ein paar Anregungen für Pfade, bei deren Beschreitung man viel Kraft tanken kann.

Ruhe, Erholung und innere Einkehr - der Gegenentwurf zum Action-, Fun- und Adventureurlaub. Ein paar gute Wanderschuhe, bequeme Bekleidung, ein Regenschutz vielleicht. Ein klassischer Wanderstab oder - seine moderne Entsprechung - Trekkingstöcke? Geschmackssache. Ja, und natürlich ein Rucksack mit ein bisschen Proviant. Mehr ist nicht nötig für den Weg zu sich selbst, für eine sinnliche Reise in die Tiefe der eigenen Persönlichkeit. Der erste Schritt zählt, der Rest „geht“ (fast) von alleine.

Im Zeichen der Jakobsmuschel
„El camino comienza en su casa“ - Der Jakobsweg beginnt in Ihrem Haus. Er tut sich kobus in zwei Seitenaltären ab-schuhe, bequeme Bekleidung, ein Regen-dort auf, wo ein Pilger aufbricht, um zum vermeintlichen Grab des Hl. Jakobus im spanischen Santiago de Compostela zu gelangen. Wie viele dabei den Weg durch das Tiroler Inntal nehmen, ist unklar, doch haben in der rund 1.000-jährigen Geschichte der Pilgerfahrten Menschen auch in der Ferienregion tirolmitte viele Spuren hinterlassen: steinerne Zeugen genauso wie Patrozinien, Dokumente, Wappen oder Ortsnamen. Der Strom der Pilger versiegt auch heute nicht, ganz im Gegenteil: Immer mehr Menschen gehen am Jakobsweg nicht nur einen, sondern viele Schritte in Richtung spiritueller Einkehr. Sie tun dies umso leichter, seit kürzlich der Streckenabschnitt „Jakobsweg Isar-Loisach-Leutascher Ache-Inn“ zwischen München und der Ferienregion tirolmitte reaktiviert wurde. Damit wurde die bisher noch fehlende Verbindung zwischen dem Münchner, dem Südostbayrischen und dem Tiroler Jakobsweg geschaffen. Auf diesem etwa 125 km langen Wegabschnitt entlang von vier Flussläufen erlebt der Pilger Sinnfindung und Entschleunigung in herrlicher Landschaft im Grenzgebiet von Bayern und Tirol. Über das Seefelder und Leutascher Plateau sowie die pittoresken Telfer Ortsteile Buchen und Mösern trifft er schließlich in Telfs ein. Der beliebte Besinnungsweg von Telfs bis zur Wallfahrtskirche Maria Locherboden wird sehr gerne als Verbindungsstück bis nach Mötz erwandert. Dort erreicht man schließlich das Inntal mit An-schluss zum bestehenden Tiroler Jakobsweg. „Buen camino!“

Die „Früchte des Hl. Geistes“
Der Besinnungsweg zu den „Früchten des Hl. Geistes“ führt von Maria Locherboden oberhalb von Mötz zur Heilig-Geist-Kirche in Telfs. Auf Anregung des damaligen Diözesanbischofs Dr. Alois Kothgasser entstand zum Millenniumswechsel das Sozial-Pastorale Zentrum mit der Heilig-Geist-Kirche in Telfs. Am 26. Oktober 2002 wurde die Kirche geweiht. Um die Kernbotschaft der Kirche auch - im Wortsinn - schrittweise zu vertiefen, wurde ein Besinnungsweg von der berühmten Wallfahrtskirche Maria Locherboden nach Telfs geschaffen. Ausgehend von zwölf Bibelstellen haben Schüler verschiedener Tiroler Kunstschulen an ausgewählten Plätzen Botschaften der Bibel, der Natur und der Kunst zusammengeführt. Diese bieten dem Wanderer Anregungen zur Selbstbesinnung und -bestimmung. Der Besinnungsweg ist als leichte Wanderung einzustufen. Die Gehzeit hängt vom persönlichen Tempo und dem Verweilen an den einzelnen Stationen ab. Wer das Gehen und die Ruhe ausgiebig genießen möchte, sollte zumindest einen halben Tag für die gesamte Strecke einplanen.

Drei Kirchen - Fünf Sinne - Ein Weg
Der Weg der Sinne verbindet drei markante Wallfahrtskirchen im Tiroler Oberland: St. Antonius in Rietz, St. Johannes in Stams und Maria Locherboden in Mötz. Die drei Gemeinden teilen sich die Gastgeberrolle für diesen Besinnungsweg, entlang dessen Verlauf 23 Stationen zu einer Zeitreise ins ganz persönliche Gestern, Heute und Morgen einladen. An jedem Punkt des ringförmigen Weges kann man „einsteigen“, die einzelnen Stationen zwischen den drei markanten Gotteshäusern laden zu Zwischenstopps ein und vermitteln neue Einblicke in die Natur und Kultur des mittleren Oberinntales. Es handelt sich neben den Zeugen der sakralen Baukunst vergangener Epochen um mystische und historische Stätten sowie interessante Plätze neueren Datums. Eine abenteuerliche Hängebrücke verbindet das linke und das rechte Innufer und damit die drei Gemeinden, auf die man vom „Höhepunkt“ des Weges - von der Pfarrkirche Maria Locherboden - blicken kann. Für durchschnittlich Trainierte erwachsen entlang des Weges kaum Probleme, einige Steigabschnitte verlaufen jedoch teilweise steil und bedingen festes Schuhwerk. Die Gehzeiten sind ganz individuell und hängen vom persönlichen Tempo ab, mit dem man sich auf Schusters Rappen macht. Richtwerte gibt es allerdings, so sind für die Strecke zwischen den Kirchen Rietz und Stams zwei Stunden, zwischen Stams und Maria Lochenboden in Mötz ebenfalls zwei Stunden und zwischen Mötz und Stams ca. eine Stunde zu veranschlagen.

 

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