Erlebniswelt Alpenzoo Innsbruck

Erlebniswelt Alpenzoo Innsbruck

Erlebniswelt Alpenzoo Innsbruck

Bei einer abwechslungsreichen Fahrt vom Congress Innsbruck über den Inn und durch den Berg hinauf zur Hungerburg macht die neue, futuristische Standseilbahn einen Zwischenstopp bei Europas höchstgelegenem Zoo (750 m), dem Alpenzoo, mit spektakulärer Aussicht auf die Stadt Innsbruck. Der einzigartige Themenzoo zeigt mit 2.000 Tieren von 150 Arten die vollständigste Sammlung alpiner Tierformen.

Das Gehege für das größte Nagetier Europas, den Biber, befindet sich gleich beim Zooeingang. Die große Wasserfläche, auf der sich auch Gänsesäger und Kolbenente tummeln, schafft gedanklich eine Verbindung zur angrenzenden Weiherburg aus dem 16. Jh., deren Name von einem ehemaligen Fischweiher in unmittelbarer Nachbarschaft herrührt. Während also der Biber nach seiner Ausrottung in ganz Mitteleuropa dank der Wiederansiedlung auf der Bayrischen Seite des Inns Anfang 1970 wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist, hat das zweite am und im Wasser lebende Säugetier unserer Breiten, der Fischotter, sein Schicksal noch nicht überwunden: Seines Pelzes wegen begehrt und als Fischräuber verfolgt, wurde er bereits im 19. Jh. ausgerottet. Während man in der Schweiz an eine Wiederansiedlung denkt, wird bei uns noch geraume Zeit vergehen, bis man diesen Wassermarder auch an den Gewässern Tirols vorfindet. Vorerst ist er nur im Alpenzoo zu sehen, wo er mit seinen eleganten Schwimmkünsten die Besucher begeistert.
Beide Tierarten besiedeln im Alpenzoo den „Lebensraum Wasser“, der sich über das Aqua-Terrarium zum Kaltwasser-Aquarium und Ententeich erstreckt. Mit 50 Fischarten aus dem gesamten Alpenraum ist das Aquarium weltweit das einzige seiner Art. Die erfahrenen Mitarbeiter haben eine Reihe von seltenen und gefährdeten Fischarten erstmalig nachgezüchtet, wie z. Bsp. Schrätzer, Streber und Zingel. Zum Aufgabenbereich der Aquarianer zählt auch das Terrarium neben dem Gehege der Wölfe. Von der Eidechsennatter aus den Westalpen bis zu Kreuzotter und Bergeidechse reicht die Palette der Reptilien, die ihrem jeweiligen Lebensraum entsprechend in naturnah gestalteten Freiterrarien gezeigt werden.

Begehbare Gehege
Einen Schwerpunkt des Alpenzoo bilden für Besucher begehbare Gehege, wie z. Bsp. die Auwald-Voliere, in der sich verschiedene Kleinvogelarten befinden, oder die beeindruckende Flugvoliere für den Waldrapp. Auch das Steinbockgehege ist neuerdings für Besucher begehbar. Frei von sichtstörenden Gitterzäunen ist es eine Freude zu beobachten, mit wie viel Geschick und Leichtigkeit das Steinwild durch die Felslandschaft am „Gipfel“ des Alpenzoo klettert. Dort, am höchsten Punkt, befindet sich thematisch die „Hochgebirgszone“, die das Publikum durch einen Tunnel zur Großvoliere für Bartgeier, kombiniert mit Schneehase, Murmeltieren und Steinhühnern, führt. Auf gleicher Ebene sind Elch und Wisent untergebracht, als Beispiele für die Tierwelt der Alpen während vergangener Eiszeiten. Besonders Elchbulle „Herwig“ mit seinem mächtigen Schaufelgeweih beeindruckt die großen und kleinen Tierfreunde. Räumlich daran anschließend befindet sich die „Martinswand“, ein Kletterparadies für die Gämsen. Schon jetzt sind große Teile der Tiergehege im Alpenzoo vollständig erneuert. Sie bieten faszinierende Einblicke in das Reich der Tiere, so z.B. das Landschaftsgehege für die Bären „Fritz“ und „Martina“ oder die Wolfsanlage, wo sich das Rudel von handaufgezogenen Wölfen vor den Augen der Besucher zum vielstimmigen Chorgeheul versammelt.
Für die nimmermüden jüngsten Tierfreunde steht der Bären-Kinderspielplatz offen. Gleich daneben wartet das Restaurant „Weiherburg“ mit preisgünstigen Schmankerln auf seine Gäste.

Wilde Tiere - ganz nah
Der Alpenzoo Innsbruck ist auch während der Wintermonate ein Publikumsmagnet. Bei einem Rundgang erfährt man auf faszinierende Weise, wie sich die Tierwelt der Alpen dem Wechsel der Jahreszeiten angepasst hat. Wer noch vor dem Dunkelwerden seltsame Stimmen vernimmt, der hört vielleicht die Revierlaute des Luchses, das Kreischen der lie- bestollen Fischotter und das dumpfe Rufen von Habichtskauz und Uhu. Wenn schließlich die Kirchenglocken von Innsbruck läuten, stimmt auch das Wolfsrudel mit seinem Geheul ein.

Ganzjahreszoo
Einigen aus der tierischen Belegschaft des Innsbrucker Alpenzoo ist während der Wintermonate besonders warm ums Herz: Gämsen und Steinböcke feiern Hochzeit, ein beeindruckendes Schauspiel, das die Besucher aus nächster Nähe beobachten können. Der Bartgeier, Wappenvogel des Alpenzoo, beginnt mitten im Winter mit dem Nestbau und brütet ab Jänner über 55 Tage hindurch in einem Horst aus Schafwolle. Dabei haben die Besucher Gelegenheit, live dabei zu sein, denn ein kleines Guckloch bietet Einblick in den Horst, ohne die Bartgeier in ihrer „Privatsphäre“ zu stören.
Ob’s stürmt oder schneit, ist also für die Tierwelt kein Problem. Zumindest nicht im Innsbrucker Alpenzoo, wo die Tierpfleger das ganze Jahr hindurch für beste Lebensbedingungen ihrer Schützlinge sorgen. Doch auch der Bau neuer Tiergehege sorgt für mehr Wohlbefinden bei den tierischen Bewohnern. Nach der Errichtung der Großvoliere für Bartgeier, die gemeinsam mit Schneehasen, Murmeltieren und Steinhühnern den „Gipfel“ des Alpenzoo bewohnen, wurde das bisher größte Bauwerk eröffnet: Mit bis zu 15 m Höhe und einer Ausdehnung von 35 m bietet diese Großvoliere bemerkenswerte Einblicke in das Revier des Steinadlers. In unmittelbarer Nachbarschaft haben die Raufußhühner neue Unterkünfte erhalten, auch ein Eulentrakt und eine „Sommerresidenz“ für den Fischotter ist 2009 fertig geworden.
Grundidee dieser Neuerungen sind die für Besucher begehbaren Gehegezonen, die für einen bestimmten Lebensraum typisch sind. Bestes Beispiel ist die Felslandschaft der Steinböcke, von wo sich den Besuchern ein herrlicher Rundblick auf die Stadt Innsbruck, die Berg Isel-Sprungschanze und die umliegende Bergwelt bietet.
Neu ist auch die Bepflanzung mit Vertretern der alpinen Flora, in enger Verbindung zum Grundthema des Alpenzoos, nämlich eine weitgehend vollständige, weltweit einmalige Sammlung alpiner Tierarten.

Wer den erlebnisreichen Besuch des Alpenzoos vor allem an Sonn- und Feiertagen ohne stressige Parkplatzsuche genießen möchte, dem sei die Fahrt mit der neuen Hungerburgbahn empfohlen. Dazu gibt es ein attraktives Kombiticket, das an der Talstation beim Congress Innsbruck erhältlich ist. Vom Stadtzentrum/ Marktplatz aus bietet die Buslinie „W“ mit günstigen Tarifen einen bequemen Zubringer hinauf zum Alpenzoo.

 

zurück...