Der Freiheitskampf der Tiroler
Andreas Hofer wurde am 20. Februar 1810 in Mantua erschossen. Tirol blieb bayrisch und kam erst wieder 1814 an Österreich zurück.

Der Freiheitskampf der Tiroler

Vor 200 Jahren erhoben sich die Tiroler gegen die mit Napoleon verbündeten Bayern, um ihre Freiheit zurück zu erlangen. Die Unterdrückung durch die neue Herrschaft wurde unerträglich, die freiheitsliebenden Tiroler griffen zu den Waffen. Unter der Führung des Sandwirtes aus dem Passeier, Andreas Hofer, kämpften sie für „Gott, Kaiser und Vaterland“. Die Zeitenwende von damals wurde nicht erkannt, Andreas Hofer wurde zum Mythos.

Nach der Schlacht bei Austerlitz im Dezember 1805 wurde Tirol, nachdem es vorher 450 Jahre zu Österreich gehört hatte, an das mit Napoleon verbündete Bayern abgetreten, die Verwaltung wurde vom bayrischen Hochkommissär Graf Arco übernommen. Die neue Herrschaft bekamen die Tiroler hart zu spüren, Sonderrechte wurden einfach beseitigt und ein straffer Zentralismus eingeführt. Das Geld wurde abgewertet und neue Steuern eingeführt. Die ständische Verfassung der Tiroler wurde aufgehoben, das Land als Einheit aufgelöst, offiziell sollte aus Tirol Südbayern werden. Von den Tirolern wurde sogar gefordert, dass der Name „Tiroler“ verschwinden muss. Solche Maßnahmen erzürnten die Tiroler Bürger und Bauern sehr.

Hart trafen die Tiroler Eingriffe und Verbote in ihre kirchlichen Gewohnheiten. Klöster wurden aufgehoben, Kapellen und Feldkreuze zerstört. Die Gottesdienste wurden abgeschafft, nicht einmal die Christmette durfte gefeiert werden. Prozessionen und Rosenkranzgebete wurden abgeschafft. Die Bischöfe von Chur und Trient widersetzten sich diesen Maßnahmen und wurden verbannt, Pfarrer verhaftet und abgesetzt. Mit diesen Maßnahmen wurde den gottgläubigen Tirolern das Heiligste aus ihren Herzen gerissen. Aber noch nicht genug! 1809 wurde die Militärdienstpflicht eingeführt, obwohl die Tiroler schon seit 1511 durch das Landlibell nur zur eigenen Landesverteidigung verpflichtet waren und zum Militärdienst außerhalb des Landes nicht herangezogen werden konnten. Jahrelang gärte es und die Stimmung im Land wurde immer trüber. Die Tiroler sahen ihre Eigenständigkeit in Gefahr und bereiteten den Aufstand vor, unterstützt vom Österreichischen Kaiserhaus. Andreas Hofer wurde zum Anführer auserkoren, ihm vertrauten die Tiroler. Die Bayern bemerkten die geheimen Vorbereitungen nicht, sie trauten das dem dummen Bergvolk der Tiroler nicht zu. Darüber lachten die Tiroler trotz der schweren Zeit gerne. Im Frühjahr 1809 brach das Pulverfass zur Flamme auf. Österreich rüstete gegen Frankreich und Bayern und nährte damit den Zündstoff. Andreas Hofer wurde nach Wien zitiert und gehörig bearbeitet. Freiherr von Hormayr, ein gebürtiger Tiroler, musste den Organisationsplan für den Aufstand entwerfen. Hofer kam aus Wien zurück und traf sich geheim mit den Anführern und formierte den Aufstand. Die Stimmung von damals im heiligen Land Tirol gibt wohl am besten das „Lied der Tiroler“ wieder, es spiegelt den Charakter zur Bewegung von 1809 (siehe Kasten). Die Tiroler waren gerüstet und gut vorbereitet, Andreas Hofer fixierte den 12. April als Start zum Befreiungskampf. Die aufrechten Tiroler folgten ihm und kämpften für ihr höchstes Gut – die Freiheit.

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