Das Paradies in der Senkrechten
Das Tiroler Oberland bietet mit seinen Kletterhallen und den immer zahlreicher werdenden Routen im Fels ein wahres Kletterparadies

Das Paradies in der Senkrechten

Das Paradies in der Senkrechten

Westtirol gehört zu den schönsten Klettergebieten der Alpen und bietet unzählige Routen in allen Schwierigkeitsgraden. Klassische Zustiege im alpinen Gelände, Klettergärten und Klettersteige über das Bouldern bis hin zum Eisklettern stehen ebenso zur Auswahl wie zahlreiche Indoor-Angebote. Einige der besten Sportkletterer der Welt, zum Beispiel Weltmeisterin und Gesamt-Weltcupsiegerin Angela Eiter aus Imst, sind in Tirol groß geworden und finden hier ideale Trainingsbedingungen. Zu verdanken ist das vor allem der Initiative »Climbers Paradise«, die das Oberland zu dem Hotspot der internationalen Kletterszene gemacht hat.
Und es wird fleißig weitergearbeitet...

Über 1.500 Sportkletterrouten und zahlreiche alpine Kletterrouten, die allesamt den strengen Sicherheitskriterien von »Climbers Paradise« entsprechen, stehen derzeit im Tiroler Oberland zur Verfügung, Tendenz rasch steigend. Im Endausbau in eineinhalb Jahren sollen es laut den Verantwortlichen »Tausende« sein. Elf Tourismusverbände, darunter auch »tirolmitte« und Mieminger Plateau & Fernpass-Seen, haben sich der großen Idee angeschlossen. Worum es bei diesem von der Europäischen Union unterstützten Langjahresprojekt geht, fasst Initiator und Leiter Mike Gabl zusammen: „Mag. Peter Thaler, Geschäftsführer des EU-Regio-Ver­eines für den Bezirk Imst und Mit-Initiator und ich verwirklichen unsere im Jahre 2006 ins Auge gefasste Vision, das Tiroler Oberland als internationale Kletterdestination professionell zu erschließen. Dies erfolgt unter Beachtung strengster Sicherheitsstandards und mit dem Ausbau der entsprechenden Infrastruktur.“ Das erste gelungene Beispiel war das Ötztal, das als erste Tourismusregion die Bedeutung des Klettersports für den Sommertourismus erkannt hatte.

Dieses Beispiel sollte Schule machen und so wird aktuell in den meisten Regionen von Zirl westwärts mit felsenfester Überzeugung sehr hart gearbeitet. Im wahrsten Sinne, denn die Schaffung von Kletterinfrastruktur ist keine Kinderjause für die zahlreichen ausgebildeten Teams. Bestehende Klettergärten werden nach den neuesten Erkenntnissen der Sicherheitsforschung saniert bzw. ausgebaut. Die Schaffung der entsprechenden Infrastruktur mit Parkplätzen, Zustiegswegen, Beschilderungen, Picknickplätzen, sanitären Einrichtungen, etc. gehört selbstverständlich dazu. Weiters werden als wesentliches Anliegen neue Klettergärten- und routen erschlossen. Sogenannte »Plaisir-Routen«, also Sportkletterrouten mit mehreren Seillängen, werden neu eingerichtet, in alpinen Kletterrouten werden zumindest die Standplätze optimiert. Klettersteige, Hochseilgärten und Flying Foxes sollen das Angebot abrunden und den Spaßfaktor entsprechend erhöhen. Die neue Trendsportart Eisklettern findet ebenfalls Berücksichtigung, wofür sich vor allem die zahlreichen Wasserfälle in der Umgebung anbieten.

Schlechtwettertage und die Wintermonate werden in den Kletter- und Boulderhallen wie jenen in Imst oder – ganz neu – in St. Anton am Arlberg überbrückt. Ambitionierte Pläne für Kletterhallen und »Base-Camps« gibt es auch in Telfs, in Nassereith sowie unter dem Namen »Alpin- und Erlebnispark Mieminger Plateau« in Obsteig/Finsterfiecht. Der Initiator und Obmann des Österr. Alpenvereines Sektion Hohe Munde Telfs/Mieming, Andreas Bstieler, fasst seine Idee zusammen: „Der Alpinpark baut auf die vorhandenen und neu entstehenden alpinen Infrastrukturen auf, die den naturnahen Bergsport möglichst variantenreich und vielfältig ausüben lassen. Dazu gehören neben »Climbers Paradise« auch die attraktiven Wander- und Mountainbikestrecken, die Naturlehrpfade, die Nordic Walking-Routen, die Schneeschuhwanderungen, Schitourenziele und Rodelbahnen. Die Regionen »tirolmitte« und das Mieminger Plateau bieten ein Freizeit- und Erholungsangebot vom Feinsten, dessen »Basecamp« mit Hochseilgärten, Blockhütten, Zeltplätzen, einer Alpinparkschule und vielem mehr in Obsteig/Finsterfiecht entstehen soll.“

Vieles ist schon erreicht. An vielem wird noch gearbeitet. Der bergsportbegeisterte Gast findet im Tiroler Oberland dank »Climbers Paradise« eine Infrastruktur zur Ausübung seines Sportes vor, die ihresgleichen sucht.

Alle Informationen werden im Internet auf der Plattform www.climbers-paradise.com gesammelt, ständig aktualisiert und sind weltweit abrufbar. Monatlich werden hier ca. 100.000 Zugriffe gezählt! Man kann sich vorab über alle Klettermöglichkeiten informieren. Alle wichtigen Details wie GPS-Daten, Zufahrten, Zustiege, Schwierigkeitsgrade, Routenlänge, Topos, Bilder, Gastronomie, Sehenswürdigkeiten, etc. kann man sich bequem herunterladen. Viel Vergnügen im Kletterparadies West Tirol!

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