Im Frühschnee auf Touren kommen

Im Frühschnee auf Touren kommen

Im Frühschnee auf Touren kommen

Machen wir ein Gedankenexperiment: Es ist Winter, es liegt massig Schnee, kein Lift in Sicht wie kommen wir auf den Gipfel? Richtig: Tourenskier auspacken, Felle ran und rauf. tirolmitte und das Mieminger Plateau locken mit rassigen Routen in einsamen Bergregionen.
Einzige Bedingung: Früh aufstehen.

Am Anfang stand das Seehundfell. Vielmehr lag es. Und zwar unter der Lauffläche der Holzskier vor über hundert Jahren. In jenen Tagen als es noch keine Beförderungsanlagen auf die Berge gab, stieg man mit Skiern auf. Zur Vollendung brachten diese Technik unter anderem die Schmuggler in den schroffen Grenzgebieten zwischen Tirol und der Schweiz. Sie holten auf Skiern mit ihren Rucksäcken Lebensmittel, Zigaretten und auch Seidenstrümpfe über tief verschneite Jöcher und Sättel. Skitourengehen hat heutzutage seine wildromantisch-kriminelle Aura ab­gelegt und ist zu einem Freizeitsport mutiert, der immer mehr Bergeinsamkeitshungrige in seinen Bann zieht. Voraussetzung für den Genuss beim Skibergsteigen ist eine gute Kondition, skifahrerisches Können, bestens gepflegte Ausrüstung, Gelände- und Lawinenkenntnisse. Unvergleichliche Naturerlebnisse sind der Lohn.

Pulver & Firn, Schmalz & Hirn

Genügend Schmalz (Kraft) in den Wadeln (Schenkeln) erleichtert den Aufstieg ungemein. Mit Hirn hat diese Sportart, die sich idealerweise in unverspurtem Gelände abspielt, ebenfalls zu tun. Wetterberichte und Schneedeckenbeschaffenheit müssen gecheckt werden und zwar vor der Tour, Sicherheitsset samt Pieps müssen immer eingepackt sein. Nur so kann eine Abfahrt im tiefen Pulverschnee oder Frühjahrsfirn empfohlen werden.

Die Region tirolmitte und das Mieminger Plateau sind reich an Schneebergen, die mit unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden locken. Professionelle Bergführer legen gerne die Spur vor, die zum Beispiel auf den Ostrücken der Hohen Munde über 2.500 Meter führt oder auf die 2.319 Meter hoch gelegene Handschuhspitze im Mieminger Gebirge. Oder es gelingt der Vorstoß zu so klingenden Zielen wie dem Hölltörl (2.126 m), dem Stöttltörl (2.036 m), der Grünsteinscharte (2.272 m) und dem Marienbergjoch (1.709 m). Die Mitarbeiter in den Tourismusbüros der Region halten eine genaue Landkarte mit allen Details für Sie bereit und vermitteln auch gerne einen geländekundigen Führer an die Gäste.

Die schneebedeckten Berge mit Tourenski zu begehen, lange Genussabfahrten zu erleben, interessante Begegnungen mit Tieren oder ihren Fährten, aber auch sich der prickelnden Kälte eines klaren Wintertages auszusetzen, das alles lässt Winterurlaubstage im Herzen der Alpen unvergesslich werden. Doch Vorsicht: Es besteht hoher Suchtfaktor!

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