Ora et labora
Stift Stams - kulturelles Zentrum des Oberlandes

Ora et labora
Der reich mit Fresken geschmückte Bernardisaal

Ora et labora

Ihren selbst gewählten Regeln folgend, leben die Zisterzienser von ihrer eigenen Hände Arbeit. Die Ordensfamilie gleicht also einem Unternehmen, in dem sowohl die Familienmitglieder selbst, wie auch Fremde mitarbeiten. Liegt das Interesse privatwirtschaftlicher Unternehmen in möglichst hohen wirtschaftlichen Erträgen, jenes der öffentlichen Hand in der Erfüllung gemeinwirtschaftlicher Aufgaben, so orientiert sich ein Stift an völlig anderen Kriterien. »ferienhoch.at« gewährt einen Blick hinter die Klostermauern…

„Als Mönchsgemeinschaft leben wir nicht im Mittelalter“, so der Stamser Abt German Erd, „wir sind als Menschen des 21. Jahrhunderts, als Zisterzienser aber auch Erben einer achthundertjährigen Tradition. Die überlieferten Lebensformen in unsere konkrete Gegenwart zu übersetzen, ist unsere beständige Herausforderung. Wie bei allen Mönchen benediktinischer Prägung spielt sich unser Leben im Spannungsverhältnis von »ora et labora«, von Gebet und Arbeit ab“, beschreibt der Prälat weiter, „im Mittelpunkt steht dabei die Feier des Gottesdienstes, wie er sich in der Eucharistie, im Chorgebet und der geistlichen Betrachtung der Hl. Schrift erfüllt. Das »opus die« ist für uns Quelle und Höhepunkt allen geistlichen Strebens.“

Der Gottesdienst prägt auch den Tagesablauf: 5.30 Uhr Vigil, anschließend Laudes, um 6.30 Uhr Konventmesse, um 12 Uhr Mittagsgebet, um 17.45 Uhr Vesper und um 19 Uhr Komplet. An Samstagen, Sonntagen und in der Ferienzeit, beginnt das Offizium 45 Minuten später. „Wir sind die einzige Zisterzienserabtei in Österreich, die das gesamte Chorgebet in deutscher Sprache feiert“, ergänzt Abt German.

Zwischen den Gebetszeiten geht jeder Mönch seiner Arbeit nach. Die Mahlzeiten führen die Gemeinschaft wieder zusammen. Sie werden in einem ersten Teil vom Vorlesen der Hl. Schrift und der Benediktsregel begleitet, anschließend wird das Schweigen aufgehoben und der persönliche Austausch im Gespräch bekommt sein Recht.

Stift als Bildungszentrum


Die Zisterzienser leben und arbeiten nicht nur hinter ihren Klostermauern. In Stams liegen die Schwerpunkte im Bereich der Seelsorge, der Bildung, Kulturpflege und der Landwirtschaft. Vom Stift aus werden die Pfarren Stams, Obsteig, Mötz und Sautens ständig betreut, weitere aushilfsweise vorübergehend bei Bedarf. Der vom Stift dominierte Bereich der Bildung führte in Stams dazu, dass mit etwa 1.000 Personen annähernd ebenso viele Menschen in Ausbildung stehen wie das Dorf Einwohner zählt. Dabei unterhält das Stift ein eigenes Gymnasium mit angeschlossenem Internat und auch das international bekannte Skigymnasium würde ohne das Stift nicht bestehen. In den Türmen und im Fürstentrakt beherbergt das Kloster einen Teil der katholischen pädagogischen Hochschule Edith Stein der Diözesen Innsbruck und Salzburg. Dadurch wurde Stams zum einzigen Dorf Österreichs in dem man auch studieren kann.

Erfahren Sie mehr über das Klosterleben in Stft Stams im Magazin ferienhoch.at.

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