Heimweh nach Tirol
Felix Mitterer hat durch die Tiroler Volksschauspiele eine enge Beziehung zur Region

Heimweh nach Tirol

Felix Mitterer ist einer der wichtigsten und bekanntesten Vertreter der deutsch sprachigen Literatur im mitteleuropäischen Raum. Zur Region Telfs Mieminger Plateau hat er ein ganz besonderes Naheverhältnis. ferienhoch.at sprach mit dem (noch) in Irland lebenden Autor über »Heimat« und Heimweh, die »Oberländer«, Gastlichkeit und die Tiroler Volksschauspiele in Telfs.

ferienhoch.at:
Herr Mitterer, man hört, Sie würden von Irland wieder nach Tirol zurückkehren. Haben Sie Heimweh?
Mitterer: Es ist tatsächlich eine Art von Heimweh. Heimweh nach den Menschen, nach der Sprache, nach den Landschaften, nach der heimischen Küche. Kommt hinzu: wenn man im Ausland lebt, wird der Blick auf die Heimat ganz automatisch freundlicher und unkritischer. Ich hoffe, im nächsten Herbst wird die Übersiedlung stattfinden. Wo genau wir uns ansiedeln, darüber besteht in der Familie noch keine wirkliche Übereinstimmung. Es wird sich weisen.

ferienhoch.at: Trotz aller kritischer Distanz zum Begriff »Heimat« spiegelt sich ja doch in vielen Ihrer Stücke Ihre Liebe zu Tirol wider. Dass Sie dem Land viel bedeuten, beweisen das Ehrenzeichen des Landes Tirol und jenes der Gemeinde Telfs, die Sie 2005 verliehen bekommen haben. Was bedeutet Ihnen Tirol?
Mitterer: Ich bin in Tirol geboren und aufgewachsen, hab mich sehr mit der Geschichte dieses Landes beschäftigt, auch mit seinen Problemen; ich hab ein sehr heimatliches Gefühl dort. Stolz bin ich darauf, dass es so früh schon in Tirol demokratische Strukturen gab, während in anderen Kronländern die armen Pächter ein paar hundert Jahre lang noch vor den großen Herren kriechen mussten. Gleichzeitig gibt es da meine Adoptiveltern, die Dienstboten waren und kaum eine Rente bekamen, weil so mancher Großbauer »vergessen « hatte, sie zu versichern. Gleichzeitig ist in meinem Hinterkopf, dass zwar meine Mutter eine Tiroler Kleinbäuerin war, mein Vater aber als Flüchtling aus der ehemals österreichischen Bukowina (heute Ukraine) kam. Das schützt vor Heimatduselei und Chauvinismus.

ferienhoch.at: Mit der »Piefke-Saga«, vor allem mit dem vierten Teil, haben Sie damals der Tiroler Tourismusbranche eine sehr schmerzhafte Rute ins Fenster gestellt. Da mussten die Verantwortlichen so manche Welle der Empörung unserer nördlichen Nachbarn ans Ufer legen. Über 15 Jahre später: Wie steht Felix Mitterer dem Tourismus in Tirol heute gegenüber?
Mitterer: Ich bin seit zwölf Jahren aus Tirol weg und kann aufgrund mangelnder Informationen nicht mehr mitreden. Ich denke aber, dass ein Schritt in Richtung Qualitätstourismus gemacht wurde. Orte wie Ischgl sind, was sie sind und verdienen es auch.

Das komplette Interview mit Felex Mitterer lesen Sie in der Print-Ausgabe des Magazins ferienhoch.at.

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